21.10.2008 Rapid vs. Killertomaten 0:9 (0:6)
Nach dem desaströsen Auftritt gegen Café Madrid im ersten Spiel schien es in den letzten Wochen, als habe sich die Mannschaft an das höhere Niveau der A-Liga gewöhnt. Die letzten Ergebnisse (2:1 und 1:1) ließen sogar den zweiten Tabellenplatz und damit die erneute Befrechtigung an der Playoff-Teilnahme als nicht unrealistisches Saisonziel erscheinen. Dafür war allerdings ein Sieg Pflicht. Doch am Dienstagfabend zerplatzen jäh alle Luftschlösser. Mit sage und schreibe 0:9 (0:6) musste man sich mit den Killertomaten einem Gegner geschlagen geben, mit dem man sich laut Trainer Rotterdam auf Augenhöhe befindet. Scheinbar eine Frage der Perspektive bzw. des Blickwinkels.
Dem neutralen Beobachter drängt sich bei der reinen Betrachtung des Ergebnisses der Eindruck auf, der Kantersieg für den Gegner wäre wie im ersten Spiel durch eine indiskutable Leistung der Rosetten zustande gekommen. Doch weit gefehlt.
Vorgeplänkel:
Das die Kaderzusammenstellung dem Trainergespann in der Vergangenheit öfters Schwierigkeiten bereitet hat, ist nicht Neues. Die Absagenflut vor dem Dienstag-Spiel ist aber sicherlich (hoffentlich) einmalig. Neben den eh nicht zur Verfügung stehenden, weil im Ausland weilenden Spielern, sagte mehr als eine komplette Mannschaft ihr Kommen ab. Rotterdam und Co-Trainer Paco Lloret mussten sämtliche Kontakte nutzen und konnten nur unter Einbindung dubiosester Spielervermittler und dem Versprechen auf eine Kiste Bier nach dem Spiel noch einen 12 Mann starken Kader auf die Beine stellen. Doch am Treffpunkt Westbahnhof stellte sich schnell Ernüchterung ein, als feststand, dass zwei der Gastspieler kurzfristig doch nicht ihre Fußballschuhe schnüren würden. Zudem musste unser etatmäßige Keeper Möller aufgrund „familiärer“ Verpflichtungen sein Kommen lediglich auf die zweite Halbzeit beschränken. 12-3 ergibt nach Adam Riese 9, eine zur erfolgreichen Absolvierung eines Fußballspiels denkbar ungünstige Voraussetzung. Trainer Rotterdam schäumte einmal mehr vor Wut. Nichtsdestotrotz macht sich die kleine Schar Aufrechter auf den Weg Richtung Burtscheid.
Aufstellung:
In Abwesenheit von Möller gab im Tor Innenverteidiger Don Vossen nach langer Zeit sein Comeback. In der Vergangenheit hatte er dank seiner blitzartigen Reflexe und seine herausragenden Flugeigenschaften schon des öfteren den Kasten sauber gehalten. Der Abwehr musste nahezu komplett neu zusammengewürfelt werden. Neben dem etatmäßigen Libero Michael liefen Thomas und Carsten (dankenswerter Weise vom Gegner zur Verfügung gestellt) als Manndecker auf. Vor der Abwehr sollte der brasilianische Neuzugang Gonçalves Manuel Fernando Luís Nazário de Castro, kurz „Diego“, den Spielfluss des Gegners unterbinden. Für die kreativen Momente waren im Mittelfeld Moritz, Philipp, Eduard und Thiago zuständig. Im Sturm blieb Ron mangels weiterer Spieler nur die Rolle als Alleinunterhalter.
Als Taktik gab das Trainergespann folgende Marschroute vor: aus einer insgesamt defensiven Gesamtausrichtung sollten überfallartige Konter zum Erfolg führen. Geplant war erst mal möglichst lange das 0:0 zu halten, um den Gegner zu verunsichern. Was dann auch bis zum schnellen 0:1 auch relativ gut geklappt hat.
Zum Spiel:
Es entwickelte sich trotz der eigenen Unterzahl ein fast ausgeglichnes Spiel. Die Killertomaten erzielten zwar ein optisches Übergewicht, dennoch vermochten die Rosetten im Spiel nach vorne durchaus mitzuhalten. Nur die Rückwärtsbewegung klappte in der ersten Halbzeit nur „bedingt“. Im von Rotterdam neu formierten Defensivverbund stimmten die Zuordnungen überhaupt nicht, so dass fast jeder gegnerische Angriff mit einem Gegentor bestraft wurde.
Torwart Vossen schmiss schon nach dem 0:4 in bester Olli Kahn Manier die Handschuhe weg und wollte mit blanken Fäusten versuchen weitere Bälle abzuwehren. Leider bekam er in der ersten Halbzeit die Hände weiterhin nur an den Ball, wenn er selbigen aus dem eigenen Tor holen und ihn wieder Richtung Anstoßkreis kicken konnte. Wie Paco Lloret aber richtig bemerkte, lag das weniger am Keeper, als vielmehr an der Orientierungslosigkeit seiner Vorderleute, die dem Gegner beste Einschussmöglichkeiten auf dem Silbertablett servierten.
So war in der Halbzeitpause Wunden lecken angesagt. Personelle Veränderungen wurden durch die Hereinnahme des inzwischen eingetroffenen Möller als zweite Sturmspitze vollzogen. Don Vossen hatte bereits kurz vor Ende der ersten Halbzeit Position und Torwartkluft mit Thomas „Ich steh zum ersten Mal in meinem Leben im Tor“ getauscht. In Hälfte zwei ging’s somit mit elf gegen elf weiter.
Der Spielverlauf blieb jedoch der gleiche. Die Rosetten kombinierten fröhlich nach vorne, der Gegner macht die Tore. Die Killertomaten nutzen unsere Schwächen und ihre Chancen weiterhin konsequent, während es bei unserer Offensivabteilung nicht mal zum Ehrentreffer reichte. Immerhin wurde es nicht zweistellig, was in Anbetracht des Spielverlaufs durchaus als Erfolg gewertet werden kann. Am Ende steht ein verdienter Sieg für die Tomaten, der aber sicherlich um einige Tore zu hoch ausgefallen ist. Nach dem Spiel gab's noch den versprochenen Gerstensaft, der ernorm zur Aufheiterung der Stimmung beitrug. Danke an alle, die Dienstag dabei waren.
Dem neutralen Beobachter drängt sich bei der reinen Betrachtung des Ergebnisses der Eindruck auf, der Kantersieg für den Gegner wäre wie im ersten Spiel durch eine indiskutable Leistung der Rosetten zustande gekommen. Doch weit gefehlt.
Vorgeplänkel:
Das die Kaderzusammenstellung dem Trainergespann in der Vergangenheit öfters Schwierigkeiten bereitet hat, ist nicht Neues. Die Absagenflut vor dem Dienstag-Spiel ist aber sicherlich (hoffentlich) einmalig. Neben den eh nicht zur Verfügung stehenden, weil im Ausland weilenden Spielern, sagte mehr als eine komplette Mannschaft ihr Kommen ab. Rotterdam und Co-Trainer Paco Lloret mussten sämtliche Kontakte nutzen und konnten nur unter Einbindung dubiosester Spielervermittler und dem Versprechen auf eine Kiste Bier nach dem Spiel noch einen 12 Mann starken Kader auf die Beine stellen. Doch am Treffpunkt Westbahnhof stellte sich schnell Ernüchterung ein, als feststand, dass zwei der Gastspieler kurzfristig doch nicht ihre Fußballschuhe schnüren würden. Zudem musste unser etatmäßige Keeper Möller aufgrund „familiärer“ Verpflichtungen sein Kommen lediglich auf die zweite Halbzeit beschränken. 12-3 ergibt nach Adam Riese 9, eine zur erfolgreichen Absolvierung eines Fußballspiels denkbar ungünstige Voraussetzung. Trainer Rotterdam schäumte einmal mehr vor Wut. Nichtsdestotrotz macht sich die kleine Schar Aufrechter auf den Weg Richtung Burtscheid.
Aufstellung:
In Abwesenheit von Möller gab im Tor Innenverteidiger Don Vossen nach langer Zeit sein Comeback. In der Vergangenheit hatte er dank seiner blitzartigen Reflexe und seine herausragenden Flugeigenschaften schon des öfteren den Kasten sauber gehalten. Der Abwehr musste nahezu komplett neu zusammengewürfelt werden. Neben dem etatmäßigen Libero Michael liefen Thomas und Carsten (dankenswerter Weise vom Gegner zur Verfügung gestellt) als Manndecker auf. Vor der Abwehr sollte der brasilianische Neuzugang Gonçalves Manuel Fernando Luís Nazário de Castro, kurz „Diego“, den Spielfluss des Gegners unterbinden. Für die kreativen Momente waren im Mittelfeld Moritz, Philipp, Eduard und Thiago zuständig. Im Sturm blieb Ron mangels weiterer Spieler nur die Rolle als Alleinunterhalter.
Als Taktik gab das Trainergespann folgende Marschroute vor: aus einer insgesamt defensiven Gesamtausrichtung sollten überfallartige Konter zum Erfolg führen. Geplant war erst mal möglichst lange das 0:0 zu halten, um den Gegner zu verunsichern. Was dann auch bis zum schnellen 0:1 auch relativ gut geklappt hat.
Zum Spiel:
Es entwickelte sich trotz der eigenen Unterzahl ein fast ausgeglichnes Spiel. Die Killertomaten erzielten zwar ein optisches Übergewicht, dennoch vermochten die Rosetten im Spiel nach vorne durchaus mitzuhalten. Nur die Rückwärtsbewegung klappte in der ersten Halbzeit nur „bedingt“. Im von Rotterdam neu formierten Defensivverbund stimmten die Zuordnungen überhaupt nicht, so dass fast jeder gegnerische Angriff mit einem Gegentor bestraft wurde.
Torwart Vossen schmiss schon nach dem 0:4 in bester Olli Kahn Manier die Handschuhe weg und wollte mit blanken Fäusten versuchen weitere Bälle abzuwehren. Leider bekam er in der ersten Halbzeit die Hände weiterhin nur an den Ball, wenn er selbigen aus dem eigenen Tor holen und ihn wieder Richtung Anstoßkreis kicken konnte. Wie Paco Lloret aber richtig bemerkte, lag das weniger am Keeper, als vielmehr an der Orientierungslosigkeit seiner Vorderleute, die dem Gegner beste Einschussmöglichkeiten auf dem Silbertablett servierten.
So war in der Halbzeitpause Wunden lecken angesagt. Personelle Veränderungen wurden durch die Hereinnahme des inzwischen eingetroffenen Möller als zweite Sturmspitze vollzogen. Don Vossen hatte bereits kurz vor Ende der ersten Halbzeit Position und Torwartkluft mit Thomas „Ich steh zum ersten Mal in meinem Leben im Tor“ getauscht. In Hälfte zwei ging’s somit mit elf gegen elf weiter.
Der Spielverlauf blieb jedoch der gleiche. Die Rosetten kombinierten fröhlich nach vorne, der Gegner macht die Tore. Die Killertomaten nutzen unsere Schwächen und ihre Chancen weiterhin konsequent, während es bei unserer Offensivabteilung nicht mal zum Ehrentreffer reichte. Immerhin wurde es nicht zweistellig, was in Anbetracht des Spielverlaufs durchaus als Erfolg gewertet werden kann. Am Ende steht ein verdienter Sieg für die Tomaten, der aber sicherlich um einige Tore zu hoch ausgefallen ist. Nach dem Spiel gab's noch den versprochenen Gerstensaft, der ernorm zur Aufheiterung der Stimmung beitrug. Danke an alle, die Dienstag dabei waren.
rapidrosettentango - 23. Okt, 11:37
